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Die Kalligraphin und Ihre Werke
Schreiben als Kulturtechnik PDF Print E-mail
Monday, 03 March 2008 20:00

Schreiben, das ist Kulturtechnik – aber was bedeutet das in unserer Zeit? Und welchem Kulturkreis ist welche Schrift zuzuodnen? Welche Bedeutung hat(te) Schrift zu welcher Zeit? Wegen all dieser Überlegungen möchte ich mich hier nicht auf die Wikipedia-Erläuterungen zur

Kalligrafie bzw. Kalligraphie ist die Kunst des „Schönschreibens“ von Hand, mit Federkiel, Pinsel, Tinte oder anderen Schreibutensilien.

im Vergleich zur Typographie

Der Begriff Typografie oder Typographie lässt sich auf mehrere Bereiche anwenden. Im weiteren Sinne bezieht sich die Typografie auf die Kunst des Druckens, besonders des Hochdrucks. In der Medientheorie steht Typografie für gedruckte Schrift in Abgrenzung zu Handschrift (Chirografie) und elektronischen sowie nicht literalen Texte. Vorrangig gilt die Typografie heute jedoch als Gestaltungsprozess, der mittels Schrift, Bildern, Linien, Flächen und typografischem Raum auf Druckwerke und elektronische Medien angewendet wird. Typografie umfasst nicht nur die Gestaltung eines Layouts und den Entwurf von Schriften. Vielmehr kann man den Begriff bis zur richtigen Auswahl des Papiers oder des Einbands ausweiten.

beschränken. Denn hier handelt es sich um recht sachliche Definitionen – und für mich hat Schrift sehr viel mit spannungsvollem Leben gemeinsam, sowohl kalli- als auch typographisch.

Vielfältig begegnet uns Schrift. Und für mich hat Schrift – warum auch immer - eine besondere Faszination. Sei es Reklame oder Leuchtschrift, seien es Buchtitel oder Etiketten, längere oder kürzere Texte, besonders handschriftliche oder handgedruckte.... spiegeln gerade diese Spannung wider und zwar je eigenwilliger und persönlicher die Schrift sich darstellt umso eindrucksvoller. Dass dies mehr als persönliches Empfinden ist, zeigt sich auch in der immer vielfältiger werdenden Zahl der Computerschriften.Und dennoch sie können die Dynamik von handgeschriebenen Texten nicht erreichen. Früh schon begegneten mir – durch meine Großeltern – andersartige Schriftzeichen (Sütterlin). Sie hatten eine große Faszination auf mich und je mehr ich mich mit Schriften beschäftigt habe, umso stärker wird mir der meditative Charakter beim Schriftgestalten deutlich – wie er auch in Wikipedia beschrieben ist:

Das Prestige der Kalligrafie ist in der Kulturgeschichte überall dort enorm, wo das Abschreiben heiliger Texte selbst ein sakraler Vorgang ist: So etwa traditionell im Christentum bei der Kopie der Bibel oder im Islam, wo die Basmala die häufigste kalligrafische Form ist. Noch heute ist auch für die chinesische und japanische Schriftkultur die Kalligrafie wichtig und inspirierend. Wichtiger als die Lesbarkeit ist dabei die Erzielung perfekter ästhetischer Ausgewogenheit und das Sichtbarmachen von Emotionen.

Last Updated on Monday, 07 April 2008 19:38
 
Biographie PDF Print E-mail
Friday, 25 January 2008 13:36

Biographie:

geboren 1950 in Braunschweig
  • erste Begegnungen mit Schrift - im Kindesalter durch die Faszination der „unlesbaren Sütterlin-Schrift“ des Großvaters

  • weitere Begegnung mit Schrift im Rahmen des Lehramtsstudiums: „Schrifterwerb (lateinische Ausgangsschrift) und Bedeutung der Feinmotorik (vereinfachte Ausgangsschrift)“

  • Experimente als Kunsterzieherin mit Farb SPUREN zunächst vorwiegend

  • Aquarelle
  • Pastellkreide
  • Linoldruck
Atelier
  • seit ca. 1990 intensivere Auseinandersetzung mit alten Schriftzeichen (MAYA) bzw. der
  • klösterlichen Schreibstuben - Stundenbücher - das Evangeliar Heinrichs des Löwen

  • seit 1994 praktische Auseinandersetzung mit Kalligraphie
  • und der Verbindung von Malerei und Kalligraphie bzw. Buchgestaltung
  • Gestaltung von Trau-, Tauf- und Konfirmationssprüchen, Kalendern, Meditationen mittels Farbe und Schrift, Bücher aus handgeschöpften Büttenpapieren
Last Updated on Monday, 21 April 2008 20:43